S02/Folge 1: Prof. Dr. Andrea Dietzsch - Zwischen Hörsaal und Verantwortung
Shownotes
Zwischen Hörsaal und Verantwortung
Was bedeutet es, als Frau Verantwortung zu übernehmen und Hochschule aktiv zu gestalten? Wie ist es, als Erste in der Familie zu studieren – und vielleicht irgendwann selbst in einer Führungsposition zu stehen?
In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Andrea Dietzsch, Rektorin der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg, über Frauen in Führungspositionen, Hochschulpolitik, studieren in erster Generation und die Frage, welchen Unterschied Soziale Arbeit und (ihr) politisches Engagement machen kann.
Wir sprechen über persönliche Wege, Herausforderungen und Chancen – und darüber, warum Soziale Arbeit aktuell wichtig ist - vielleicht wichtiger denn je.
Eine Folge über Mut, Mitgestaltung und den Anspruch, Hochschule nicht einfach nur zu erleben, sondern aktiv zu gestalten.
Weitere Infos: Homepage Lea Geldner: http://leageldner.de Homepage Ev. Hochschule Ludwigsburg: http://eh-ludwigsburg.de
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo
00:00:01: und herzlich willkommen zu Zwischenmenschen, dem Podcast über Engagement,
00:00:05: Haltung
00:00:06: und das was uns als Gesellschaft verbindet.
00:00:08: Ich bin Lea Geltner, grüne Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Schwibisch-Hall und spreche mit Menschen aus ganz Baden-Württemberg.
00:00:15: Über das, was sie bewegt, warum Sie sich
00:00:17: engagieren
00:00:18: und wie das Ganze mit Politik zusammenhängt.
00:00:22: In dieser Folge treffe ich Professorin Doktorin Andrea Dietzsch.
00:00:26: Für mich ist es ein bisschen back to the roots.
00:00:28: Sie war früher meine Dozentin und seit ungefähr zwei Jahren leitet sie die Evangelische Hochschule in Ludwigsburg.
00:00:33: Schön, dass Sie sich die Zeit nehmen!
00:00:35: Sie dürfen sich gerne selber kurz vorstellen.
00:00:37: Herzlichen Dank liebe Frau Galdner für Ihre Einladung.
00:00:40: Ich freue mich sehr bei Ihnen zu sein.
00:00:42: Mein Name ist Andrea Dietz.
00:00:43: ich bin Studierte Historikerin und Theologin habe in evangelischer Theologie promoviert Bin Oberstudienrätin Mutter von drei Kindern im Alter von sechs zehn elf und treizehn Jahre Professorin und seit zwei Jahren Rektorin der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg.
00:01:01: Was ist denn das Besondere an dieser evangelischen Hochschool?
00:01:04: Wir bilden an der Evangelische Hochschulle Ludwigsburg Menschen auf, die im sozialen Bereich so dringend gebraucht werden.
00:01:13: Menschen in ihren herausfordernden Lebenslagen nicht gesehen gehört unterstützt und gepflegt werden, dann ist der soziale Friede.
00:01:22: Und dann ist auch die Demokratie in Gefahr.
00:01:24: Davon bin ich zutiefst überzeugt.
00:01:26: Deshalb sind unsere Absolventinnen und Absolventen so wichtig – vielleicht wichtiger denn je!
00:01:32: Wir bewegen unsere Studierenden dazu Verantwortung für unsere Gesellschaft zu übernehmen, auch Strukturen zu ändern damit unsere Gesellschaft inklusiver und gerechter werden kann.
00:01:44: Und wir tun dies aus einer ganz klaren Wertehaltung heraus.
00:01:49: ethische, interkulturelle, interreligiöse Inhalte sind fester Bestandteil unserer Curricula und in einem sehr internationalen Horizont.
00:02:00: Wir haben zu achtundfünfzig Partnerhochschulen weltweit regelmäßig Kontakt und so können wir in die Welt schauen aber wir können auch die Welt zu uns blicken lassen.
00:02:12: Und wie viele Studiengänge gibt es aktuell an der Hochschule?
00:02:15: Wir bieten sieben Bachelorstudiengänge an, internationale soziale Arbeit, sozialer Arbeit, Diakoniewissenschaft, Religions- und Gemeindepädagogik.
00:02:23: Der beste übrigens?
00:02:25: Also meiner!
00:02:28: Inklusive Pädagogiker, Heilpädagogic und Bachelor of Arztpflege und Bachelorof Science Pflege.
00:02:34: Außerdem haben wir zwei Masterstudien Gänge einen Master in Sozialer Arbeit und einen Master im Religions und Gemeindepädagogik.
00:02:41: Das heißt, wie viele Studierende sind das ungefähr?
00:02:43: Momentan haben wir tausend zweihundert Studierenden in den Bachelor- und Masterstudiengängen.
00:02:48: Und wir haben auch Promotionsstudierende.
00:02:49: D. h., wir als Hochschule für angewandte Wissenschaft haben das Promotationsrecht in Baden-Württemberg.
00:02:56: Obwohl es erst zu kurz ist und wir auch eine verhältnismäßig kleine Hochschulle sind, haben wir bereits fünf Promotionstudierende die bei uns eingeschrieben sind.
00:03:04: Das ist ein schöner Erfolg!
00:03:06: Cool.
00:03:06: Und was promovieren die dann?
00:03:08: Die promovierten in Gemeindepädagogik, sozialer Arbeit und eine Person inflege.
00:03:13: Wenn Sie jetzt auf Ihre eigene Laufbahn zurückblicken, wer oder was hat sie denn besonders geprägt?
00:03:18: Mich haben Menschen geprägt.
00:03:20: Menschen, die mir etwas zugetraut haben – das fing an in meinem Eltern aus!
00:03:25: Ich wuchs in einem landwirtschaftlichen Betrieb auf und sie haben mir schon früh zugetroht mitzuarbeiten Verantwortung zu übernehmen.
00:03:34: Auch in der evangelischen Jugendarbeit, in der ich dann später ehrenamtlich tätig war würde mir viel zugetraut Verantwortung auch übertragen.
00:03:43: Und dann gab es auch Lehrer und später Professoren die mir sicher mehr zugetraut haben als ich mir zugetrauht hätte.
00:03:51: ein Lehrer hat mich stark ermutigt an der Uni zu studieren.
00:03:55: Einer meiner Professoren bestärkte mich darin zu promovieren und auch heute noch lebe ich vom Zutrauen anderer dass ich Professorin wurde, das ich mich als Rektorin beworben habe.
00:04:08: Das hat immer auch damit zu tun, dass andere mehr in mir sehen, als ich es
00:04:12: tue.".
00:04:13: Das hat mich sicherlich sehr geprägt – auch in meiner professionellen Haltung!
00:04:18: Ich war von Herzen gerne Gymnasiallehrerin.
00:04:21: Ich habe junge Menschen etwas zugetraut, sie ermutigt die Antworten auf ihre eigenen Lebensfragen zu finden und habe sie auch darin bestärkt dass sie etwas können mehr als sie vielleicht von sich selbst denken.
00:04:36: Ob mir dieser Potenzialblick auch als Professorin gelungen ist?
00:04:40: Ja!
00:04:40: Das müssten Sie beurteilen!
00:04:42: Auf jeden Fall!
00:04:44: Also auf jeden Fall haben Sie mich auch mehr so getraut als ich mir zugetraut hätte Aber es ist ja vielleicht auch ein bisschen das Besondere... an Hochschule für angewandte Wissenschaft oder vor allem, wo man soziale Arbeit ausbildet.
00:04:56: viel um das Begleiten von den Studierenden gehen eben nicht nur um Wissenstransfer zu erleben.
00:05:01: Es geht viel um Persönlichkeitsentwicklung und auch viel um Haltung, da gehört natürlich auch eine professionelle Beziehungspädagogik dazu absolut.
00:05:09: Und ich glaube dass es auch etwas was die EHA nochmal besonders auszeichnet weil sie nicht so groß ist also zumindest habe ich das als Studentin dazuerlebt, dass man die Dozierenden kennen du die dozierenden einen kennen und man relativ kleine Kurs hat oder Seminare und sich dadurch Manchmal nicht so gut verstecken kann, aber dadurch natürlich auch nochmal anders gefördert und gefördert wird.
00:05:28: Ja und es ist sicherlich auch für die Dozierenden auf der anderen Seite eine Herausforderung Sie können nicht nur die Theorie vermitteln sondern sie müssen auch leben was sie wissenschaftlich vertreten.
00:05:40: das ist sicher eine Herausforderungen für beide Seiten und Gewinnbringend.
00:05:44: Was sind denn so Sternstunden für Sie als Rektorin oder was ermutigt Sie einem Großen und dem Kleinen?
00:05:51: Ich habe viele Sternstünden im Großen und im Kleinen.
00:05:55: Ich erlebe Sternstunden, wenn die Studierenden im Seminar leidenschaftlich miteinander diskutieren, wenn wir Podiumsdiskussionen an unserer Hochschule haben und die Studieren sich wissenschaftlich fundiert und reflektiert positionieren können.
00:06:09: Sternstünden sind es für mich auch, wenn internationale Gäste uns besuchen sowie dieses früher als neuen Professorinnen und Professoren aus Indien in Philippin, Kanada, Peru und Uganda zu Gast waren.
00:06:22: Das erfüllt mich sehr mit Ihnen über Soziale und auch ökologische Gerechtigkeit zu sprechen.
00:06:28: Dernstunden erlebe ich auch, wenn ich ehemalige Studierende treffe die nun Verantwortung für unsere Gesellschaft übernehmen.
00:06:35: Genau deshalb mache ich den Job und liebe ihn.
00:06:38: Wir befähigen Menschen dazu sich für eine gerechtere und inklusivere Gesellschaft einzusetzen.
00:06:44: drei Absolventinnen Von uns sind momentan Mitglieder des Baden-Württembergischen Landtags.
00:06:50: Das freut mich natürlich sehr und Sternstunden erlebe ich auch, wenn wir als Hochschule Herausforderungen als Chance zur Transformation begreifen und wir gemeinsam innovativ und konstruktiv daran arbeiten.
00:07:03: Ich habe viele großartige Kolleginnen und Kollegen in Verwaltung und Lehre und in verschiedenen Projekten unserer Hochschulen und viele extrem engagierte Studierende, mit denen wir etwas bewegen können.
00:07:17: Das sind meine absoluten Sternsstände!
00:07:20: Sie sehen ja jetzt Rektorin an Hochschule aber oft ja für Frauen noch keine Selbstverständlichkeit so eine Führungsposition einzunehmen.
00:07:27: Wie erleben sie denn Führungen als Frau?
00:07:30: Für mich ist die Führungsposition ein absolut großes Privileg.
00:07:35: Ich erlebe Führer als absolut erfüllend.
00:07:38: Mir macht es große Freude Verantwortung zu übernehmen Strukturen zu gestalten und auch Potenziale zu entwickeln.
00:07:46: Aber ich weiß auch, welchen Preis ich als Frau dafür gezahlt habe – und wahrscheinlich immer noch zahle!
00:07:53: Ich nehme wahr, dass Frauen gegenüber Männern immer noch mehr beweisen müssen, da sie kompetent sind.
00:08:00: Vielleicht ist das im Wissenschaftsbetrieb etwas weniger der Fall aber es ist dennoch spürbar, Was aber in Übereinstimmung mit allen Bereichen von Führung der Fall ist, ist der Faktor der Kinder.
00:08:16: Frauen wie ich die drei Kinder haben sind in der Zeit, in der sie Kinder zur Welt bringen und sich in der ersten Zeit um sie kümmern müssen wissenschaftlich einfach nicht sichtbar.
00:08:28: Sie können nur unter größter Kraftanstrengungen auf Tagungen fahren, forschen oder Artikel um Artikel publizieren wenn sie jahrelang nicht durchschlafen.
00:08:38: Sehr hart, Leitungsämter an der Hochschule zu übernehmen wenn sich drei kleine Kinder mit nacken Darminfekten zu Hause abwechseln.
00:08:46: Und da müssen sie schon extrem diszipliniert und belastbar sein dass sie Forschungsanträge oder Bücher schreiben während ein Kind gestellt werden muss.
00:08:54: Das sind wichtige Jahre die Frauen mit Kindern im Wissenschaftsbetrieb fehlen.
00:09:00: Diese Jahre können Männer und Frauen nutzen die keine Kehrarbeit leisten um ihre wissenschaftlichen Kompetenzen, aber auch ihre Führungskompetenze auszubilden oder sichtbar zu machen.
00:09:12: Meines Erachtens haben es Frauen mit Kindern immer noch schwerer sich verführungsämter zu positionieren und dabei sind genau diese Frauen oftmals extrem geeignet für Führungen.
00:09:24: Wie alt waren die Kinder als sie promoviert haben?
00:09:27: Als ich promovierte hatte, hatte ich nur ein Kind Aber als ich mich auf die Professur beworben hatte, habe ich unsere jüngste Tochter während der Pause in der Probevorlesung gestellt.
00:09:42: Also da war unsere Jüngste ein halbes Jahr alt.
00:09:46: Sehr viel Struktur, die man da braucht?
00:09:48: Strukturen, Disziplin aber auch einfach eine große Liebe zum Beruf und eine große Motivation ins Rentsche.
00:09:56: Das müssen Sie schon wollen
00:09:57: ja!
00:09:58: Was würden Sie denn sagen, was junge Frauen heute brauchen um Führungspositionen zu besetzen oder sich das auch zuzutrauen?
00:10:04: Weil häufig ist es ja auch so dass... also ich kenne es auch und sie haben sich vorher auch beschrieben, dass man sich selber als Frau vielleicht doch nicht ganz so viel zutraut wie andere einem zutrauen.
00:10:14: Was wären denn da so Faktoren, dass sich Frauen vielleicht mehr trauen auch Verantwortung zu übernehmen?
00:10:19: Ja, eine ganze Menge glaube ich.
00:10:20: Also ich glaub zum einen brauchen sie weibliche Vorbilder.
00:10:24: es muss das Selbstverständlichkeit werden dass Frauen alles erreichen können genau so wie sich Männer zutrauen alles zu werden.
00:10:32: Also müssen wir auch so schnell sein wie Männer.
00:10:35: Schnell die Hand eben!
00:10:38: Auf jeden Fall nicht zählern.
00:10:39: Genau, wir können's nämlich.
00:10:40: Junge Frauen brauchen auch Ermutiker.
00:10:43: Sie brauchen Menschen, die ihnen etwas zutrauen und die die Größe haben diese jungen Frauen auch zu fördern und zu fordern.
00:10:49: Und sie nicht für ihre eigenen Zwecke kleinzuhalten.
00:10:54: Dann braucht es natürlich Strukturen für Frauen, die auch Kinder haben möchten.
00:10:58: Mein Mann und ich sind mit zwei kleinen Kindern aufs Land gezogen.
00:11:01: Wenig später kam unser drittes Kind zur Welt.
00:11:04: in der Stadt, zuerst Tübingen dann Ludwigsburg hatten wir hervorragende Kitas, Ganztag voller Betreuungsschlüssel qualitativ hochwertig.
00:11:12: Und damit kommen auf den Land?
00:11:14: Genau!
00:11:14: Wie im Mittelalter.
00:11:15: der Kindergarten auf dem Land hatte dann von acht bis zwölf und zwei bis vier, also von fünfzehn bis sechzehn Uhr geöffnet.
00:11:23: das war zwar vor zwölft Jahren und die Zeiten sind vorbei.
00:11:26: aber auch die Öffnungszeiten von halb acht bis halb zwei bringen mir in meiner Position nichts.
00:11:32: Ich konnte nur deshalb Karriere machen, weil ich ein soziales Netz vor Ort hatte und weil ich einen Mann habe der bereit war Kehrarbeit zu übernehmen.
00:11:42: Das darf nicht sein und das kann nicht sein.
00:11:44: wir können uns auch als Gesellschaften nicht leisten solches Potenzial nicht zu nutzen.
00:11:50: auch ökonomisch ist das fatal.
00:11:53: Wir brauchen qualitativ hochwertige Kinderförderungseinrichtungen.
00:11:56: keine Aufbewahrung sondern Förderung.
00:11:59: da bin ich ja bei Ihnen genau an der richtigen Stelle Und ich meine auch kostenlos.
00:12:04: Ich meine, dass diese Infrastruktur nicht kommunalpolitisch zu lösen ist sondern sie muss auf Landes- oder Bundesebene angegangen werden.
00:12:13: Junge Frauen dürfen heute nicht mehr zwischen Karriere und Kindern entscheiden müssen.
00:12:17: das können wir uns einfach auch wirtschaftlich nicht leisten.
00:12:21: Und dann brauchen junge Frauen sicherlich auch noch eins nämlich sie brauchen die klare und feste Haltung, dass Kinder nicht ihre alleinige Aufgabe sind.
00:12:31: Ich wünsche jungen Frauen emanzipierte Partner oder Partnerinnen, die das genauso sehen.
00:12:36: es ist nämlich eine Haltungsfrage ob man sich als Frau Karriere zutraut und in der Partnerschaft im Familienarbeit teilt.
00:12:43: Es braucht also einiges damit Frauen in Führung gehen.
00:12:46: erstens Vorbilder in Leitungsfunktionen Und dann, wenn Frauen Kinder haben möchten, braucht es zweitens auch Vorbilder.
00:12:54: Die eine Idee von partnerschaftlichen Beziehungen vorleben und es braucht eben auch qualitativ hochwertige verlässliche Infrastrukturen für Kinder.
00:13:04: Zuletzt braucht's aber die Haltung.
00:13:06: ich traue mir was zu und mir wird etwas zugetraut.
00:13:09: Männer scheinen diese schon genetisch zu haben da können sich Frauen was aufgucken.
00:13:15: Ich selbst wünsche jungen Frauen dass sie die Erfahrung von Führung machen dürfen.
00:13:19: Verantwortung zu übernehmen, Potenziale zu entwickeln und gestalten zu dürfen sind für mich wunderbare Erfahrungen trotz siebzig Stunden in der Woche.
00:13:30: Ich selber komme ja aus einem Nichtakademikerhaushalt so wie Sie auch und ich habe das schon auch teilweise als sehr herausfordernd empfunden eine Hochstudie zu kommen.
00:13:40: irgendwie ne ganz andere Kultur, andere Sprache ja irgendwie schon eine andere Welt und Sie haben sich dem Thema ja ein bisschen angenommen.
00:13:48: Warum ist Ihnen denn das Thema Studieren in erster Generation überhaupt so wichtig?
00:13:53: Also sicherlich auch wegen meiner subjektiven Erfahrung.
00:13:57: Also jede Studie über First-Generation students hätte ich selber schreiben können, weil genau das sind die Erfahrungen, die ich gemacht habe.
00:14:07: Das ist sicher ein Grund warum ich mich hier für Bildungsgerechtigkeit einsetze Aber ein weiterer ist, dass ich fest davon überzeugt bin, dass gerade in diesen First Generation Students Potenziale stecken die wir auch im Wissenschaftsbetrieb und unsere Gesellschaft zu dringend brauchen.
00:14:24: Hochschulen für angewandte Wissenschaften sind klassischerweise Hochschule für Bildungsaufsteigerinnern – und darauf finde ich können wir sehr stolz sein!
00:14:33: Zirka achtzig Prozent der Studierenden an der evangelischen Hochschulle kommen aus Nichtakademikerhaushalten.
00:14:40: ein Potenzial, das unsere Gesellschaft auch dringend nutzen muss und es wäre fatal dieses Potenzials nicht zu nutzen.
00:14:47: Zum einen für die Studierenden ohne akademisches Elternhaus wie viel persönliches Potential dass in diesen Menschen steckt würde nicht entdeckt oder entwickelt werden.
00:14:59: zum anderen wäre es einfach fatal für unsere Gesellschaft.
00:15:02: wir brauchen gerade diese jungen Menschen die aus Hintergründen kommen die dem Wissenschaftsbetriebs oft fremd sind.
00:15:09: Ich bin fest davon überzeugt, dass First Generation Students eine Vielzahl an Kompetenzen mitbringen die sehr gewinnbringend sind und sie verfügen über eine Art Mehrsprachigkeit.
00:15:21: Über einen breiten Horizont eine Art bilingualer Kompetenz.
00:15:26: Sie kennen eine Welt außerhalb des Wissenschaftsbetriebs Und sie können sich in dieser anderen Welt bewegen und wissen auch was gebraucht wird.
00:15:35: es ist vor allem auch in der sozialen Arbeit essentiell
00:15:39: Wobei, ich weiß nicht wie Sie es empfunden haben.
00:15:41: Aber für mich war das schon auch ein erst mal zurechtfinden in dieser Akademiker-Welt mit anderen Strukturen die man selber so nicht kannte oder auch Vitamine bildet dass man nicht hatte oder so.
00:15:53: Genau!
00:15:53: Es geht ja auch schon allein um Sprache, es geht aber auch um Habitus.
00:15:57: Es geht auch um strategisches Wissen, es ist darum wo kann ich meinen Buffack beantragen?
00:16:03: Woher bekomme ich Steppendien?
00:16:05: bin ich überhaupt gut genug in Stipendium zu beantragen.
00:16:08: Das ist alles Wissen, was Studierenden aus nicht akademiker Haushalten einfach fehlt und dieses Wissen ist nicht neu.
00:16:16: also vor fünfzig Jahren hat der Soziologe Pierre Bourdieu schon seine Thesen zur Billungs-Ungerechtigkeit aufgestellt.
00:16:26: er hat ganz klar gesagt dass die Bildungschancen von dem abhängen, was er als Kapital-Sorten beschrieben hat.
00:16:34: Also soziales, kulturelles und vor allem ökonomisches Kapital.
00:16:38: Und das zeigen Studien bis heute, dass Bildungserfolg abhängig ist von Vitamin B – es hatten sie schon genannt – von der Anzahl der Bücher im Regal und dem Geld für Nachhilfe über die die Herkunftsfamilien verfügen.
00:16:52: Und die soziale Herkunft beeinflusst immer noch den Bildungsverlauf einer frühen Kindheit bis zum Übergang ins Studium.
00:17:00: Ich meine, dass wir uns das als Gesellschaft nicht mehr leisten dürfen und leisten können – diese Abhängigkeit setzt sich fort sogar bis hin zur Promotion!
00:17:15: können ganz klar sagen, dass First Generation Students unterrepräsentiert sind bei denen die promovieren.
00:17:44: deren Eltern akademiker waren, sondern das hat auch damit zu tun dass die Selbstverständlichkeit fehlt.
00:17:51: Dass das Studium als eine Möglichkeit anerkannt wird oder in Betracht gezogen wird den ich wählen kann.
00:17:59: Es hat ganz viel mit Wissen zu tun an wen wendig mich wie bekomme ich ein Wohnheimzimmer?
00:18:04: aber es hat eben auch mit diesen Habitus, mit diesen sprachlichen Barrieren zu tun.
00:18:10: Wie viele Worte haben Ihnen und auch mir gefehlt am Anfang?
00:18:15: Oder
00:18:15: Abkürzungen.
00:18:16: Richtig, CT.
00:18:19: Genau also es hat ganz
00:18:20: viel... Also sind die Politik nicht anders als ich hätte hier auch einen Abkırzungsbruch brauchen können.
00:18:25: Ja
00:18:26: wahrscheinlich zeichnen sich bestimmte Kontexte einfach durch Sprachlichkeit aus und deshalb braucht sie auch den Erwerb von sprachlicher Kompetenz um sich in einem neuen Kontext zurechtzufinden.
00:18:38: und trotzdem ist es natürlich noch mal fatal für einen Bereich wie dem der Bildung oder der Hochschulbildung, wenn wir hier Selektionsprozesse bewusst oder unbewusst laufen haben die Menschen aufgrund ihrer Herkunft und ihres socioökonomischen Status aussortieren.
00:18:59: Von den Nichtakademiker Kinder promovieren übrigens nur sechs Prozent und davon schließen nur zwei Prozent ihre Promotion ab.
00:19:10: Also auch da, also nicht nur während Studium beginnt ist benachteiligt aus den Nicht-Akademikerhaushalten sondern eben auch wie dann die wissenschaftliche Karriere weitergehend.
00:19:21: Und auch das hat nichts mit Intelligenz zu tun, sondern auch hier fehlt einfach strategisches Wissen.
00:19:26: es fehlt auch das Wissen wie eine Promotion finanziert werden kann und es gibt eindeutig Studien, die darauf hinweisen.
00:19:34: Jetzt vor kurzem kam eine große Studie von Arbeiterkind T.E.
00:19:37: raus das First Generation Academics Die Erfahrung von Klassismus und Diskriminierung machen.
00:19:46: außerdem fehlen ihnen einfach auch Vorbilder und Unterstützung im nahen Umfeld.
00:19:52: aber gibt's schon irgendwie überlegungen wie man dem abhelfen kann oder wie man unterstützen kann.
00:19:56: Also klar, man kann im Kindergarten schon anfangen durch Bildungsgerechtigkeit.
00:20:00: aber wenn jetzt welche an der Hochschule starten gibt es irgendwie Programme für Studierende aus nicht akademischen Haushalten?
00:20:07: Ja wir haben quasi unser Programm auf drei Säulen gestellt.
00:20:11: zum einen arbeiten wir ganz eng zusammen an der evangelischen Hochschulle Ludwigsburg mit dem Verein Arbeiterkind.de.
00:20:16: Das ist ein Netzwerk an Ehrenamtlichen von First Generation Students Für first generation students.
00:20:24: Die sind für alle da, die als erst in ihrer Familie studieren oder darüber nachdenken und bieten Orientierung helfen bei Fragen telefonisch oder digital aber auch bei uns an der Hochschule.
00:20:36: Zum anderen wollen wir aber auch selbst Vorbilder sein – und wir das sind Professorinnen, die Selbst-First Generation Students sind!
00:20:45: Wir thematisieren offen unsere Herkunft im Hochschulbetrieb.
00:20:50: So hatten wir zum Beispiel eine sehr gewinnbringende Podiumsdiskussion mit Arbeiterkind.de und unseren ProfessorInnen, an der die Studierenden sehen konnten das und wie akademische Wege möglich sind.
00:21:04: Und die dritte Säule sind unsere Erstsemesterwochenenden, an dem nicht nur Professoren teilnehmen sondern eben auch First Generation Students, die bereits studieren.
00:21:16: Das ist aber neu oder?
00:21:17: Genau, das ist nach Ihnen gekommen.
00:21:20: Diese Peer-Erfahrung ist sehr extrem wichtig.
00:21:24: Sie stärkt das Zutrauen und die Zuversicht.
00:21:28: auch ich kann ein Studium schaffen.
00:21:30: Aber ist es was, was Sie eingeführt haben aufgrund Ihrer Erfahrung?
00:21:33: Oder gab's das vorher schon?
00:21:35: Nee in dem Umfang gabs es noch nicht vorher.
00:21:38: also die Zusammenarbeit mit Arbeiterkind, die gab so nicht vorher.
00:21:41: Das ist zum Rest der Wochenende.
00:21:42: Das hat am Kollegen von mir eingefürt aber wir sind da in enger Zusammenarbeit und es ist auch ein Kollege, der auch First Generation Student ist.
00:21:52: Weil das ja auch spannend ist heißt also ich frage mich da immer wie viel nehmen das auch Menschen wahr die eben nicht in erster Generation studieren diese Herausforderungen?
00:22:01: Genau aber das ist mit allen Hintergründen so und deshalb ist es auch wichtig auch das gilt auch für Führung je diverser Erfahrungen sind die in Führungen gehen in eine Professur übergehen von Migration, von soziokonomischem Staat und so weiter.
00:22:19: Je mehr kann ich auch Perspektiven betrachten die nicht im Lehrbuch stehen, die ein weißer Professor mittleren Alters nicht hat.
00:22:29: Deshalb ist es ein absoluter Gewingen, je diverser sowohl Führungsteams sind als auch eine Professorinnenschaft.
00:22:37: Und wahrscheinlich gilt es für sie in der Politik?
00:22:39: Auf jeden Fall!
00:22:42: Da braucht's auch die unterschiedlichen Perspektiven um einfach die Vielfalt der Gesellschaft abzubilden.
00:22:49: Ja genau.
00:22:50: Also sich auch rein denken zu können in verschiedene Bedürfnisse aber auch in verschiedenen Hindernisse ist sicherlich ne... ein großer Gewinn sowohl für den Hochschulbetrieb als auch für den Politikbetrieb, aber immer für unsere Gesellschaft.
00:23:09: Was mich auch sehr freut an der evangelischen Hochschule Ludwigsburg ist, dass wir ein breites Stipendienprogramm haben.
00:23:15: Wir haben wirklich so eine Vielfalt an Stipendingen, das ich sagen kann und zwar guten Gewissens sagen kann für keine und keinen wird das Studium am finanziellen Scheitern, weil wir verschiedene Stipendieprogramme haben.
00:23:29: Das ist eigentlich ungewöhnlich in dem Bereich?
00:23:31: Ja,
00:23:31: das ist absolut ungewönlich!
00:23:33: Und wo würden Sie sagen braucht es aus Ihrer Sicht noch... Politikerinnen, politische Unterstützung um da auch strukturelle Veränderungen anzustoßen damit studieren leichter wird.
00:23:44: Ich glaube die allergrößte Hürde für First Generation Students ist immer noch die finanzielle Hürdi.
00:23:50: Meines Erachtens ist und bleibt BAföG die Hauptlösung für dieses Problem und mich schmerzen auch die Diskussion um die Höhe und die Kriterienänge des BAföGs oder jetzt auch das Wohngelz.
00:24:03: Ich habe selbst den BAföG höchstsatz bekommen.
00:24:07: Und wie man so sagen, die Investition von BAföGG in mich hat sich absolut bezahlt gemacht und in sie
00:24:13: auch
00:24:14: nicht nur im Hinblick auf das was wir beide heute für die Gesellschaft mit den akademischen Abschlüssen leisten können sondern eben auch was wir an Steuern inzwischen zahlen.
00:24:26: Und meine dringende Bitte ist deshalb dass BAFöG Großzügig als das zu vergeben, was es ist.
00:24:34: Nämlich eine Investition in unsere gesellschaftliche Zukunft und ich meine dass diese bestens angelegt ist.
00:24:46: Zeit für eine schnelle Runde entweder oder los geht's Hürsal oder Seminar?
00:24:51: Seminar
00:24:52: Und warum Seminar?
00:24:53: Weil ich da im direkten Austausch mit den Studierenden bin.
00:24:56: Und weil genau das passiert, was sich an meinem Beruf so liebe, dass ich von den Studieren und von deren Fragen aber auch von deren Antworten lernen kann.
00:25:06: Vorlesung halten oder Hochschule gestalten?
00:25:08: Momentan Hochschulle gestalten!
00:25:10: Aber
00:25:10: fehlt es Ihnen nicht manchmal?
00:25:11: Doch
00:25:11: mir fehlt sehr einfach, weil ich gerne auch in professioneller Beziehungen gelehrt habe und weil's mir Spaß gemacht hat zu sehen wie sich Menschen wissenschaftlich entwickeln können.
00:25:22: ja
00:25:24: Diskussion im Seminar oder politische Debatte?
00:25:27: Diskussion in dem Seminar, wobei ich heute sehr gerne bei Ihnen zu Gast bin.
00:25:33: Sind Sie Teamstruktur- oder Bauchgefühl?
00:25:37: Teamstruktur!
00:25:38: Ehrlich?!
00:25:39: Ja
00:25:40: aber ich habe schon auch einen Herz und ein Bauch, die denken können, aber ja... Ich bin es schon sehr strukturiert.
00:25:47: Forschung oder direkte Arbeit mit Menschen?
00:25:50: Momentan die direkte Arbeit mit Menschen und vielleicht kommt irgendwann auch wieder die Forschung.
00:25:55: So ein bisschen hat eine Rektorin auch immer die Forschungen im Blick, muss sie ja haben als Wissenschaftsmanagerin aber Zeit dazu habe ich zu wenig.
00:26:06: Stehen Sie lieber früh auf oder lesen Sie lieber lange Nachtsmails?
00:26:09: Also, lange Nachtsmails habe ich mir abgewöhnt und früh aufstehen mag ich auch nicht so gern.
00:26:14: Aber es muss sein dass ich früh auf stehe.
00:26:17: die drei Kinder müssen alle um sieben spätestens auf die S-Bahn.
00:26:24: Jetzt bin ich gespannt.
00:26:25: Also an der Hochschule gibt es ja Campus Libertatis, gibt's noch oder?
00:26:29: Ja.
00:26:29: Bestes Fest überhaupt!
00:26:32: Ein von Studierenden organisiertes Campus-Festival zweimal im Jahr
00:26:37: und eigentlich immer zur Abgabe der Bachelorarbeit.
00:26:40: Campusfest oder akademische Feier?
00:26:43: Naja also ich bin ja jetzt ein bisschen schon rausgewachsen und bin auch in einer anderen Rolle.
00:26:48: Von daher ist die Akademische feier glaube eher mein Parkett momentan.
00:26:52: Theorie oder
00:26:53: Praxis?!
00:26:54: Beides sehr gerne miteinander verbunden.
00:26:56: Ich glaube, das ist auch was sich so durch mein Leben zieht und warum ich auch an der Hochschule für angewandte Wissenschaften gelandet bin – dass beides sich ja auch gegenseitig beeinflusst.
00:27:09: Forschung im Elfenbeinturm hat mich nie gereizt.
00:27:12: es sollte immer auch praxisrelevanz haben und genauso kann ich sagen die Praxis, die Lebenswelt wirft hier auch die spannendsten Forschungsfragen auf ohne dass sich Wissenschaft verdinglichen, verzwecken lässt für Praxisergebnisse.
00:27:27: Aber ich glaube dieser Bezug von Praxis und Theorie ist ein essentieller für unsere Hochschulart aber auch für mich und meine Forschung.
00:27:37: Wir gehen in den zweiten Teil des Podcasts und wollen noch ein bisschen tiefer die Hochschulpolitik einsteigen.
00:27:43: Was würden Sie sagen?
00:27:44: Welche Verantwortung hat denn Hochschule allgemein auch so eine gesellschaftliche Debatte?
00:27:48: also wenn es jetzt zum Beispiel um Demokratie geht Zusammenhalt oder auch soziale Gerechtigkeit?
00:27:52: Meines Erachtens tragen die Hochschulen entscheidend Verantwortung dafür.
00:27:57: Schon im Landeshochschulgesetz ist festgeschrieben, dass die Aufgabe der Hochschule ist, die Studierenden zu wissenschaftlicher Arbeit und zu verantwortungsvollem Handeln in einem freiheitlich demokratischen und sozialen Rechtsstaat zu befähigen.
00:28:13: Also ganz klar wird hier Verantwortung für eine demokratische Gesellschaft als Ziel des Studiumss oder als Aufgabe von Hochschulern genannt.
00:28:22: Ich glaube, dass wir das im Rahmen unserer Kurikula erreichen können.
00:28:26: Wir können Inhalte anbieten... Vielleicht
00:28:29: müssen Sie kurz erklären was Kuriko da ist?
00:28:31: Das sind unsere Bildungspläne die Inhalts in der Studiengänge.
00:28:38: Sie sehen auch
00:28:39: mein Kontext
00:28:40: hat eine gewisse Sprache her.
00:28:43: Danke!
00:28:44: Also wir können Inhalt anbieten, die interkulturelle und interreligiöse Kompetenzen ermöglichen die den Umgang mit Diversität, die Bedeutung von politischer Neutralität diskutieren.
00:28:56: Wir bieten in unseren Studiengängen Seminare an, die sich mit Ethik auseinandersetzen – mit Ecological Justice aber auch mit Strukturen, die soziale Gerechtigkeit ermöglichen.
00:29:07: Das ist die wissenschaftliche Basis von Demokratie.
00:29:10: und das ist zweite, wovon ich überzeugt bin wir ermöglichend Demokratiebildung noch auf einer anderen Ebene Denn Demokratie ist nie nur das Durchdenken von demokratieförderlichen Inhalten und Themen, sondern nach John Dewey immer auch Lern- und Lebensformen.
00:29:30: Demokratie will und muss gelebt werden.
00:29:33: Menschen müssen die Erfahrung machen sich einbringen zu können, sich zu engagieren.
00:29:38: sie müssen die Erfahrungen von Selbstwirksamkeit und Gemeinwirksamkeit in ihrem Engagement erleben.
00:29:46: Demokratie muss gelebt werden und wird auch an unserer Hochschule gelebt.
00:29:50: Und ich freue mich über alle Studierendisten, die sich aktiv in unsere Hochschulen, in den vielen Gremien, die wir haben einbringen, die aber auch eigene Studierendeninitiativen gründen oder Petitionen starten.
00:30:03: Gab es das auch schon?
00:30:04: Ja!
00:30:05: Mit dem Ziel, unsere HochSchule zum noch besseren zu entwickeln.
00:30:10: Ich meine für mich war ja auch die Hochschulle mit entscheidend in der Partei einzutreten also... Ich wäre ohne die Hochschule nicht parteipolitisch aktiv gewesen.
00:30:18: Und warum?
00:30:20: Das war zu der Zeit kurz nach dem viele Geflüchte, die nach Deutschland gekommen sind und wir das im Seminau in einer Vorlesung hatten.
00:30:28: und wir hatten vor allem zwei Dozentinnen, die immer wieder auch klar gemacht haben was das politische Mandat ist für die soziale Arbeit und dass wir uns für Gerechtigkeit einsetzen müssen und haben verschiedene Wege aufgezeigt von Politik, Parteipolitik aber auch Gewerkschaften oder ähnliches.
00:30:47: Und da habe ich mich erst einmal so mit Parteipolitik und auch den Programmen auseinander gesetzt und auch für mich entschieden wo finde ich die meisten Übereinstimmungen mit meinen Werten oder mit den Werten der sozialen Arbeit genau und dann habe ich mir entschieden bei den Grünen einzutreten.
00:31:03: Ich glaube sonst wäre ich gar nicht parteipolitisch geworden.
00:31:06: Das freut mich sehr!
00:31:08: dass sie an dieser Stelle auch Verantwortung übernehmen für unsere Gesellschaft her.
00:31:13: Wir spüren ja trotzdem gerade im ganzen Land, das die AfD stärker wird.
00:31:18: und wenn wir zum Beispiel nach Amerika schauen sehen wir auch wie Donald Trump versucht Wissenschafts für sich zu vereinnahmen oder auch zu beeinflussen und einzelne Themenbereiche irgendwie auszuklammern.
00:31:29: Da wirst du dich zum Beispiel was ja gerade auch an ihrer Hochschule ein großes Thema ist Wie sehen Sie das aktuell, oder welche Rolle spielt auch Resilienz für eine Hochschule?
00:31:38: Für die Wissenschaft.
00:31:39: Ja also mich besorgt es auch sehr dass Wissenschaftsfreiheit und Demokratie in diesen Tagen sehr bedroht sind oder betränkt sind nicht nur in den USA sondern eben auch bei uns in Deutschland.
00:31:54: Es ist ganz klar, dort wo wissenschaftsfeindliche, diskriminierende oder antidemokratische Positionen die Regeln von Wissenschaft außer Kraft setzen.
00:32:01: Da müssen Grenzen gezogen werden – das steht aus auf Frage!
00:32:05: Und wir als Hochschulen müssen auch Klarhaltung zeigen für Rechtsstaatlichkeit demokratische Prinzipien, Wissenschaftsfreiheit und auch für Hochschulautonomie.
00:32:15: Ich meine auch dass die Idee der politischen Neutralität kein Feigenplatz sein darf sondern als das verstanden werden muss, was sie ist.
00:32:25: Nämlich der klare sichtbare Einsatz für unsere demokratische Verfassung.
00:32:30: dazu sind wir als Hochschulern verpflichtet.
00:32:34: ich nehme auch wahr dass es immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gibt die sich dieser Aufgabe sehr entschieden Verpflichten fühlen und zwar auf allen Ebenen von Hochschulen also von der Hochschule Rektorenkonferenz bis hin zu den Professorinnen und Professoren in den einzelnen Hochschulen.
00:32:53: Wissenschaft braucht Demokratie, Wissenschaft kann nicht ohne die Demokratie das sein was sie sein muss nämlich frei.
00:33:01: wir brauchen wissenschaftsfreiheit und nur die demokratie kann es allein gewährt leisten ist völlig klar und deshalb bin ich auch froh dass politikerin und politiker diese große Gefahr erkannt haben und nach Lösungen, zum Beispiel momentan auch in der Kultusministerkonferenz suchen um unseren wissenschaftsbetrieb präsent dazu machen.
00:33:22: Wir Hochschulen sind dazu aufgefordert mit diesen Politikerinnen und Politikern im Gespräch zu sein, auch klar zu sagen was wir brauchen, was Wissenschaftler und Wissenschaftlerin brauchen die vielleicht bald ihren Lehrstuhl in Sachsen-Anhalt verlieren werden, weil sie Gender unterrichten.
00:33:42: Was wir dann auch in anderen Bundesländern brauchen?
00:33:46: Wir sind aber auch dazu aufgefordert Diskursräume zu eröffnen Konflikte nicht so ignorieren sondern auch zu bearbeiten und ich glaube wir müssen als Hochschulen auch unsere Kernaufgaben für diese freiheitlich demokratische Gesellschaft erfüllen nämlich freie Forschung kritische Lehre und auch offene Debatten.
00:34:08: Ploppt es auf im Seminar der den Vorlesungen?
00:34:11: Ja, also das Thema Wissenschaftsfreiheit beschäftigt uns sicherlich schon seit zwei Jahren.
00:34:18: Wir haben auch in Ludwigsburg – wir sind fünf Hochschulen in Ludbigsburg, wir hatten da auch schon eine Reihe dazu – Demokratie- und Wissenschaftsfreihheit.
00:34:26: Und ja, es beschäftigt Uns Professorinnen und Professoren sehr.
00:34:31: Aber auch unsere Studierenden nehmen ja das politische Gemengelage wahr und es wird auf jeden Fall thematisiert.
00:34:39: Wahrscheinlich
00:34:40: vor allem in der sozialen Arbeit ein großes Thema sein, was da um die marginalisierten Gruppen geht?
00:34:45: Ja, da haben Sie recht aber nicht... Es wird nicht nur um die Starke-Berufe gehen.
00:34:50: Es wird auch um alle Fachwissenschaften und Disziplinen gehen, eine völkische Gesellschaft gebraucht werden und da können Sie ganz viel sofort wegstreichen, was extrem Besorgniserregendes.
00:35:10: Wir machen mal noch einen Schwenk zu den anderen Studiengängen überhaupt.
00:35:14: ich habe ja Religions- und Gemeindepädagogik studiert und beides also sowohl die soziale Arbeit wie auch RPGP hat mich in meiner politischen Haltung sehr stark geprägt.
00:35:25: Warum braucht in unserer Gesellschaft gerade solche Berufe wie Soziale Arbeit oder Diakonen und Diakone vielleicht sogar mehr denn je?
00:35:33: Es ist ja nicht von ungefähr, dass alle drei Absolventinnen unserer Hochschule soziale Arbeit- oder Sozialpädagogik studiert haben.
00:35:42: Und da auch elementar wichtige Kompetenzen für den Betrieb im politischen Bereich erworben haben.
00:35:49: Also sie können Perspektiven wechseln, sie können kommunizieren, Sie können mit unterschiedlichen Meinungen umgehen.
00:35:54: Sie sind in der Lage Kompromisse zu finden, sie sind aber auch in derlage wissenschaftlich zu arbeiten und sich Fachwissen an so eigenen Fakten um Entscheidungen zu treffen.
00:36:05: Und ich glaube das soziale Büro für in unserer Zeit vielleicht wichtiger denn je sind auf jeden Fall extrem wichtig.
00:36:13: die sind nicht nur nice to have sondern Sie sind meines Erachtens die Basis für unser gesellschaftliches Zusammenleben.
00:36:20: Lassen sie mich das gerne am Bild der Infrastruktur verdeutlichen?
00:36:25: Keiner stellt in Frage, dass ein Staat dafür sorgen muss, dass es Straßen, Autobahnen und den ÖPNV gibt.
00:36:34: Das ist die Mobilitätsinfrastruktur und diese Infrastruktur ist grundlegend für unser Leben.
00:36:40: damit LKWs mit ihren Waren von A nach B kommen oder Menschen zu ihren Arbeitsplätzen braucht es diese Infrastruktur.
00:36:48: Und genauso verhält es sich meines Erachtens auch mit der Infrastruktur im sozialen Bereich.
00:36:54: Es ist Aufgabe des Staates, dass Menschen darin unterstützt werden, ihren Alltag zu bewältigen, das sie gepflegt und beraten werden.
00:37:02: Es ist aufgabe des Staats, dass Kinder jugendliche Alleinerziehende- oder vulnerable Gruppen vor Armut Ausgrenzung und Gewalt geschützt werden.
00:37:13: Diese Infrastruktur ist ebenso grundlegend wie die Mobilitätsinfrastruktur.
00:37:18: Ich sehe kein Gegeneinander oder auch kein gegeneinander ausspielen können dieser verschiedenen Infrastrukturen, ja wir brauchen eine staatliche Infrastruktur, damit die Wirtschaft funktionieren kann.
00:37:32: Und ja wir brauchen auch eine staatliche Infrastruktur das Grundrechte verwirklicht werden können und damit eben eine Infrastruktur die die soziale Versorgung sichert.
00:37:44: Das eine geht nicht ohne das andere.
00:37:47: Vielleicht brauchen wir die Bürofirmenssozialen Bereich momentan dringender den jeweilige gesellschaftlichen Herausforderungen zunehmend komplexer werden oder vielleicht auch wahrgenommen werden?
00:37:59: Klimakrise, Kriege, Katastrophen.
00:38:02: Große Transformationen, finanzielle Unsicherheiten politischer Extremismus auch erodierende Demokratien das sind so große Themen.
00:38:11: da braucht es hochqualifizierte Leute im sozialen Bereich die mit ihren Kenntnissen sie haben in der sozialen Arbeit sehr viel studiert Sie haben recht studiert Psychologie, Soziologie Management Bildungswissenschaft Die sich damit einbringen können und auch über eine klare ethische aber auch inter-religiöse und interkulturelle Kompetenzen verfügen, also sprachfähig sind mit Menschen reden können und in diesen herausfordernden Situationen auch ihnen begegnen können.
00:38:43: Wird soziale Arbeit aus ihrer Sicht denn politisch genug wahrgenommen?
00:38:47: Also ich nehme in meinen Gesprächen mit Politikerinnen und Politikern sehr wohl wahr, dass sie die Bedeutung von sozialer Arbeit sehen uns als sehr hoch einschätzen.
00:38:56: Soziale Arbeit wird nicht Opium fürs Volk.
00:38:59: Er verstanden, damit soziale Unruhen vermieden werden.
00:39:03: Soziale Arbeit ist auch nicht dafür da, dass Ingenieurinnen Arbeiten gehen können weil ihre Kinder betreut sind.
00:39:10: Nein, soziale Arbeit is die Grundlage unserer Gesellschaft.
00:39:14: Sie stellt sicher das Grundrechte verwirklicht werden können und sie trägt dazu beides.
00:39:18: wir in einer Demokratie leben Das Grundbedürfnisse gestillt werden können Und das ist nicht hoch genug zu schätzen denn In welcher Gesellschaft wollen wir alle leben?
00:39:29: Und ich stelle in meinen Gesprächen mit Politikern auch fest, dass sie den sozialen Bereich als extrem wichtigen Wirtschaftsfaktor einschätzen.
00:39:38: Das soziale Bereich ist statistisch gesehen einer der größten Arbeitsmärkte.
00:39:43: Momentan stellt es sogar mehr Arbeitsplätze zur Verfügung Automobilindustrie.
00:39:49: Das muss noch mal manchen noch erklären und
00:39:51: ich bin davon überzeugt, diese Tendenz wird sich fortsetzen angesichts des demografischen Wandels.
00:39:57: deshalb ist die soziale Arbeit auch aus ökonomischer Perspektive nicht gering zu schätzen.
00:40:03: aber es ist dann nicht umso bitterer wenn man sieht wie in berlin aktuell mit den sozialen Herausforderungen umgegangen wird weil das wird ja nicht mehr investiert in soziale arbeit sondern eher weniger
00:40:15: dass weil die Folgekosten nicht einberechnet werden.
00:40:21: Denn die Probleme werden nicht dadurch gelöst, dass wir sie einfach ignorieren.
00:40:28: Die Beratung Menschen brauchen, die Unterstützung Menschen brauchen.
00:40:31: Parfek Menschen brauchen Bürgergeld in angemessener Höhe.
00:40:35: wenn Kinder drei Euro pro Tag für Essen zur Verfügung haben
00:40:41: Reicht nicht.
00:40:42: Es reicht nicht, genau und das ist das absolut Tragische wir reproduzieren hier oder tragen dazu bei dass sich auch Armuts Strukturen reproduziert.
00:40:52: Sie haben ja gerade gesagt es sind mehr Arbeitsplätze als in der Automobilindustrie und das ja schon eine große Lobby.
00:40:59: Sind dann Sozialarbeiterinnen noch zu wenig politisch aktiv?
00:41:03: Oder zu leise, dass es in der Politik ankommt und den Umdenken stattfinden kann?
00:41:07: Ja
00:41:08: auf jeden Fall.
00:41:09: Vielleicht ist es der Grundhabitus von Menschen, die im sozialen Bereich arbeiten... sehr kompromissbereit.
00:41:15: Die sind auch sehr pragmatisch, die finden auch selber Lösungen anstatt große Lobbyarbeit zu machen.
00:41:21: deshalb schätze ich diese Menschen auch sehr.
00:41:23: aber es braucht sicherlich hier mehr Sichtbarkeit auch ein klares Wording aufzutreten und sozusagen hier soziale Angebote.
00:41:33: das ist eine Infrastruktur die der Staat zur Verfügung stellen muss und das ist nicht weniger wichtig wahrscheinlich sogar noch mehr als eine Mobilitätsinfrastruktur als Wirtschaftsgesetze usw.
00:41:44: Und die soziale Arbeit ist per se politisch.
00:41:47: Also, die sozialen Arbeit ist eine Menschenrechtsprofession.
00:41:50: Die kann nicht politisch sein.
00:41:52: Sie hat einen klaren Auftrag sich für soziale und auch ökologische und ökonomische Gerechtigkeit einzusetzen.
00:41:59: Das hängt ganz eng zusammen.
00:42:01: Eine ist nicht ohne die anderen beiden zu denken.
00:42:05: an der evangelischen Hochschule werden ja nicht nur SozialarbeiterInnen ausgebildet sondern auch die Diakonie Wissenschaft und RPGP.
00:42:11: Wie sieht es da aus mit der politischen mit einem politischen Mandat?
00:42:15: oder gibt es sowas in die Richtung?
00:42:16: Ja.
00:42:16: Also zum einen freut's mich, dass wir an der evangelischen Hochschule Doppel-Bachelor anbieten.
00:42:21: Sie, Frau Geltner haben ja ein Bachelorin sozialer Arbeit, einen Bachelor in Religions und Gemeindepädagogik und dann noch einen Master in soziale Arbeit absolviert.
00:42:31: Und ich glaube das ist sehr klug und sehr sinnvoll dies Bachelor miteinander zu kombinieren.
00:42:38: und auch deshalb.
00:42:39: erstens weil es unterschiedliche Perspektiven sind aber doch auch deshalb, weil es auf einer gleichen Basis beruht.
00:42:46: Nämlich sich einzusetzen für eine gerechtere Welt.
00:42:49: das ist beiden Professionen ganz basal.
00:42:54: Also das gehört zu beiden Professionen.
00:42:57: elementar dazu, ich finde dass evangelische Theologie auch nicht nicht politisch sein kann.
00:43:03: Ich schätze zum Beispiel Ernst Bloch's Werk sehr Das Prinzip Hoffnung.
00:43:07: und für Ernst blocht macht es den Menschen aus, dass der über sich hinausdenken kann also dass er nicht nur denken kann was ist sondern Was sein soll?
00:43:16: Der Mensch kann sich Bilder von einer gerechteren Welt machen.
00:43:21: Diese gerechtere Welt ist eine friedliche Welt und Frieden ist dabei nicht bloß die Abwesenheit von Gewalt, sondern Frieden isst die Verwirklichung von Gerechtigkeit.
00:43:31: Und für mich als Theologin folgt aus dem Prinzip Hoffnung ganz klar das Prinzip – Hans Jonas hat es formuliert – der Verantwortung.
00:43:40: Weil wir wissen wie eine gerechtre Welt aussieht, weil wir wissen dass Menschen unveräußerliche Rechte haben Und weil, und das ist das Entscheidende für mich auch.
00:43:52: Wir Verantwortung übernehmen können müssen wir auch Verantwortung über nehmen Und all unser Tun muss auch die Folgen bedenken, die erst in ferner Zukunft spürbar sind.
00:44:04: Das ist der ökologische Imperativ von Hans Jonas und das ist für mich die Aufgabe von Theologie – auch von sozialer Arbeit!
00:44:12: Deshalb kann Theologie genauso wenig wie Sozialarbeit nicht politisch sein.
00:44:18: Wenn Sie der Landespolitik einen Wunsch mit auf den Weg geben könnten, welcher wäre das?
00:44:24: Investieren Sie Geld!
00:44:27: Und zwar ganz klar völlig eindeutig in die soziale Infrastruktur, in Bildung und Wissenschaft.
00:44:34: Jeder investierte Euro lohnt sich – das zeigen Studien zum Beispiel in der frühkindlichen Bildung ganz klar!
00:44:40: Wenn wir nicht im sozialen Bereich investieren sind die Folgekosten unermesslich hoch und wir können das nicht mehr bezahlen.
00:44:48: Das sollten wir uns nicht leisten.
00:44:52: Sozial und ökonomisch nicht?
00:44:54: Aber auch nicht im Hinblick auf unsere Demokratie.
00:44:58: Das heißt, Sie würden sagen vor allem frücklinische Bildung ist das Schlüssel?
00:45:04: Ich würde der familienpolitischen Sprecherin der Grünen genau das mitgeben!
00:45:11: Und zum Schluss unserer Kategorie Satzanfänge ich beginne ihr beendet.
00:45:17: Bildungsgerechtigkeit bedeutet für mich
00:45:20: Motivation und Lebensaufgabe.
00:45:24: Studierende der ersten Generation brauchen vor allem
00:45:28: Vorbilder, die sie ermutigen.
00:45:31: Die größte Stärke meiner Hochschule ist
00:45:34: Sind die Menschen!
00:45:37: Frauen in Führung sollten nie das Gefühl haben dass
00:45:40: Sie allein gelassen werden.
00:45:43: Hochschulle ist für mich mehr als ein Ort zum Lernen weil
00:45:47: es ein Ort ist der Persönlichkeit entwickelt, der mich in Auseinandersetzung mit anderen Perspektiven und Halschungen herausfordert, aber auch zum Weiterdenken und zur Weiterentwicklung anregt.
00:46:02: Wenn ich an die Zukunft der sozialen Arbeit denke?
00:46:04: Bin
00:46:05: ich hoffnungsvoll, weil ich so viele junge Menschen an unserer Hochschule erlebe, die sich dafür qualifizieren lassen wollen.
00:46:14: Und am Schluss hier wollen wir immer das Positiv enden – am meisten Hoffnung macht mir!
00:46:20: Menschen wie Sie liebe Frau Galkner, die für unsere Gesellschaft Verantwortung übernehmen.
00:46:25: Danke, dass kann ich nicht zurückgehen.
00:46:27: Vielen Dank, dass Sie im Podcast waren!
00:46:29: Ich habe mich sehr gefreut und vielen Dank für Ihre Zeit.
00:46:31: Ich danke Ihnen.
00:46:33: Danke das Ihr reingehört habt bei dieser Folge von Zwischenmenschen.
00:46:36: Wenn euch das Gespräch gefallen hat und ihr keine Folge verpassen wollt folgt mir gerne auf Social Media oder schaut auf meiner Homepage vorbei.
00:46:44: Dort findet ihr alle aktuellen Infos Hintergründe und neue Episoden.
00:46:48: Ich freue mich wenn ihr wieder rein hört.
00:46:50: Bis bald und bleibt verbunden.
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